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In dem Quellenprojekt, das der Ausstellung voranging,
wurde Schrift- und Bildgut unterschiedlichster Herkunft
ausgewertet. Besonderer Wert wurde dabei auf Zeitzeugenberichte
und privates Schriftgut gelegt.
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Die Wanderausstellung »Kirche,
Christen, Juden in Nordelbien 1933 bis 1945« ist das
Ergebnis eines Quellen- und Forschungsprojektes, das die Synode
der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche 1998 im Anschluss an ihre
Schulderklärung zum 60. Jahrestag der Reichspogromnacht
in Auftrag gegeben hat. Die Projektleitung wurde dem Nordelbischen
Kirchenarchiv übertragen.
Archivarbeit heißt, Quellen
professionell zu sichten und zu sichern. Nur so ist Forschung
möglich, nur so wird ein institutionelles Gedächtnis
aufgebaut. Dem Vergessen entgegenzuwirken und für die
Zukunft an vergangenes Handeln zu erinnern, stellt für
die NS-Zeit eine besondere Herausforderung dar: Würde
man nur die von der staatlichen, parteilichen oder offiziell
kirchlichen Seite hinterlassenen Quellen heranziehen,
ergäbe sich das Bild einer einseitigen »Wahrheit«.
Es gilt zu erfragen, welche Spuren die Opfer, die Augenzeugen
und oppositionellen Gruppen hinterlassen haben. Daher wird
besonderer Wert auf Zeitzeugenberichte und privates Schriftgut
gelegt. In dem der Ausstellung vorausgegangenen Quellenprojekt
wird deshalb Schrift- und Bildgut unterschiedlichster Herkunft
zu diesem Thema in einer Datenbank zusammengetragen
mit dem Ziel, zu weiteren Forschungen zu motivieren und noch
vorhandene »weiße« Flecken im Gedächtnis
aufzufüllen.
Dr. Annette Göhres, Leiterin des Nordelbischen Kirchenarchivs
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