Kirche in der NS-Zeit
mit freundlicher Genehmigung der
Kieler Nachrichten
Kiel – Kirche und Nationalsozialismus waren für Pastor Ernst Szymanowski kein Widerspruch. Seit 1933 war er Propst von Segeberg und gehörte gleichzeitig der SA an. Als Chef eines Einsatzkommandos in der Ukraine befahl er 1942/43 die Ermordung von 2000 Menschen.
Szymanowski ist eines von zehn Beispiel-Lebensläufen, die die Wanderausstellung „Kirche – Christen – Juden in Nordelbien 1933 – 1945“ seit ihrem Startschuss im September 2001 aufarbeitet. Die nordelbische Kirche setzt sich darin kritisch mit dem Verhalten ihrer Vorgängerkirchen während der NS-Zeit auseinander.
Im Frühjahr 2002 war das Projekt bereits in der Ansgarkirche zu sehen, seit gestern gastiert es wieder in Kiel, diesmal im Landeshaus. Es ist die vorerst letzte Station. „Die Ausstellung ist eigentlich für Kirchen konzipiert. Nun soll sie in die politische Öffentlichkeit treten“, erklärte Annette Göhres, Leiterin des Nordelbischen Kirchenarchivs.
cra
Bis 24. April 2005 im Landeshaus, Düsternbrooker Weg 70, täglich 10 bis 18 Uhr. Führungen nach Vereinbarung unter 04031/988-1122 und -1121
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