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Presseberichterstattung Eutin
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Knapp 58 Jahre nach dem Ende des Nazi-Regimes suchen Christen
und Juden vermehrt das Gespräch: Die Podiumsdiskussion
in Eutin
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Gemeinsame Verantwortung für
Frieden und Freiheit
Mit freundlicher Genehmigung der Lübecker Nachrichten
Lübecker Nachrichten vom 29.Januar 2003
Podiumsdiskussion über Christen und Juden in der Eutiner
Kreisbibliothek
VON ANDREAS MEYER
Eutin Noch immer prägt der Holocaust das
schrecklichste Kapitel in der deutschen Geschichte
die Beziehungen zwischen Juden und Christen. Normalität
scheint noch längst nicht eingekehrt. Doch was verbindet
eigentlich heute Juden und Christen? Diese Frage diskutierten
der Hamburger Rabbiner Kai Eckstein (32), Pädagoge Prof.
Dr. Fritz Kath (77), Pastorin Anke Wolff-Steger (47) und Popst
i.R. Jörgen Sontag (68) vor über 200 Gästen
in der Kreisbibliothek.
Trotz aller negativen Erfahrungen, sei es doch vor allem
der gemeinsame Gott, der eine Brücke zwischen den Glaubensrichtungen
schlage. Viele biblische Texte, die unsere religiöse
Identität ausmachen, teilen wir, meinte der Hamburger
Rabbiner Kai Eckstein und eröffnete die Diskussion ganz
bewusst nicht mit der Holocaust-Thematik. Denn, da waren sich
die vier Redner einig, nicht nur die negativen Seiten der
Geschichte prägen das Miteinander.
Doch trotz des stetig wachsenden Interesses für die
Religion, für die Lebensweise des Anderen
gebe es in Deutschland bisher kaum einen Dialog zwischen Christen
und Juden das meinte Prof. Dr. Fritz Kath. Der Pädagoge
überlebte selbst den Terror eines Konzentrationslagers.
Juden und Christen bemühen sich gleichermaßen
ins Gespräch zu kommen. Doch einen Dialog gibt es noch
nicht. Nach wie vor sind beide Seiten von Hemmungen geprägt,
so Kath. Genau diese Hemmungen sollten schnellst möglich
überwunden werden. Doch auch Menschen beider Kulturen,
die nicht religiös sind, haben eine Verbindung: Wenn
uns nicht Gott verbindet, dann die gemeinsame Verantwortung
für Frieden und Freiheit, so die eindringlichen
Worte des Propstes Jörgen Sontag.
Einig waren sich die vier Redner auch in einem anderen Punkt:
Die gemeinsame Geschichte darf niemals in Vergessenheit geraten.
Das reine Sachwissen über den Holocaust und die
Verbindungen beider Religionen reichen längst nicht aus.
Nur durch persönliche Erlebnisse beispielsweise
aus Gesprächen mit Zeitzeugen kann wahres Verständnis
hervorgehen, meinte Pastorin Anke Wolff-Steger und erntete
breite Zustimmung.
Eines wurde bei der Diskussion, die Pastor Lutz Tamchina
moderierte, auch ohne viele Worte deutlich: Das Thema Was
verbindet Juden und Christen? beschäftigt nach
wie vor viele Menschen. Wie wäre es wohl sonst zu erklären,
dass in der Kreisbibliothek kein einziger Platz mehr frei
war? Weit über 200 Zuhörer kamen, hörten und
beteiligten sich an einer durchweg sachlichen, aber zugleich
auch lebhaften Diskussion, zu der die evangelisch-lutherische
Kirchengemeinde, der Kirchenkreis Eutin, der Förderverein
der Kreisbibliothek sowie der Arbeitskreis 27.Januar
gemeinsam eingeladen hatten.
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"NS-Gedenkstätten in Schleswig-Holstein
und die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten"
Sonderteil der Nordelbischen Kirchenzeitung zum 27.01.45
Mit freundlicher Genehmigung der "Die
Nordelbische"
Anlass
für den Sonderteil der Nordelbischen Kirchenzeitung
(PDF 54 kb)
Gedenkstätte
Kaltenkirchen (PDF 54 kb)
Konzentrationslager
Husum-Schleswing (PDF 53 kb)
Gedenkstätte
Ladelund (PDF 55 kb)
Gedenkstätte
Ahrensbök (PDF 58 kb)
Sommerlager
in der Gedenkstätte Ahrensbök (PDF 57 kb)
Die
Gestalt vom Friesenwall (PDF 58 kb)
Von
der Arbeitsgemeinschaft in den Vorstand (PDF 49 kb)
Für
ein kollektives Gedächtnis (PDF 53 kb)
Die
Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten
(PDF 57 kb)
Informationen
zur Stiftung und den Gedenkstätten (PDF 56 kb)
Gedenkstättenpädagogik
(PDF 59 kb)
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Vortrag im Rahmen der Ausstellung Kirche, Christen
und Juden in Nordelbien 1933-45
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Täter, Opfer, Mitläufer?
Nordelbische Kirchenzeitung Nr. 5 vom 26.01.2003
Mit freundlicher Genehmigung der "Die
Nordelbische"
Von Wolf-Matthias Gallien
Eutin Die Bänke im Kirchenschiff von St. Michaelis
wiesen nur wenige Lücken auf, als der Historiker Hansjörg
Buss (Kiel) seinen Vortrag über die Ära Kiekbusch
(1930-1976) die Landeskirche Eutin und die Deutschen
Christen im Rahmen der Wanderausstellung Kirche, Christen
und Juden... hielt, dessen Hauptaussagen hier auszugsweise
dargestellt sind.
Politisch tendierte Kiekbusch zur deutschnationalen
Rechten. Sein politisches Engagement brachte ihm den Ruf des
Stahlhelmpastors und des nationalen Hetzers
ein. Kiekbusch hing einem weitverbreiteten, traditionellen
kirchlichen Antijudaismus an. Die Übernahme des staatlichen
Arierparagraphen durch die Landeskirche im September
1933 und die grundsätzliche Zustimmung auch zur staatlichen
Ausgrenzung der deutschen Juden und Jüdinnen sprechen
eine deutliche Sprache.
Mit dem Amtsantritt Kiekbuschs vollzog sich die Öffnung
der Landeskirche gegenüber den Nationalsozialisten. Ein
derartiger Schwenk fiel in Ostholstein durchaus auf fruchtbaren
Boden: Erinnert sei daran, dass die NSDAP in Eutin stets überdurchschnittlich
gute Wahlergebnisse erzielte.
In den Dienst der Landeskirche wurden nach 1945 mehrere Geistliche
aufgenommen, die führende Mitglieder der Deutschen Christen
(DC) waren. Joachim Hossenfelder, der erste Reichsleiter der
Glaubensbewegung Deutsche Christen. Seine christlich begründeten
antijüdischen Vorbehalte verbanden sich mit einem rassisch
motivierten Antisemitismus. Bereits 1929 war Hossenfelder
der NSDAP beigetreten und war auch maßgeblich an den
Richtlinien der DC beteiligt, die das Bekenntnis zu einem
artgemäßen Christusglauben und zur
Gott gefohlenen völkischen Sendung enthielten.
Im Mai 1953 bewirbt sich Pastor Hossenfeld für eine
vakante Pfarrstelle in der Landeskirche. Wohlwissend um die
Weglassungen im Lebenslauf teilt Landespropst Kiekbusch mit,
dass er ihn für Eutin im Moment nicht berücksichtigen
könne, er sich aber weiter bewerben solle. Zudem setzt
er sich bei der Landeskirche Hamburg für diesen
so tüchtigen Pastor ein. 1954 wird Hossenfelder
mit der kommissarischen Leitung der Pfarrstelle in Ratekau
betraut; 1955 wird er berufen. In Ratekau amtierte er bis
1970. Zu einer Thematisierung seines Wirkens in der NS-Zeit
und seinem entscheidenden Anteil am Aufbau der DC kam es nicht.
Hugo Rönck, Präsident und selbsternannter Bischof
der Thüringischen Landeskirche, nutzte sein Amt hauptsächlich
dazu, die nationalsozialistischen Ideen zu verbreiten und
den Krieg zu legitimieren. Die freiwillige Anpassung der Kirche
unter die Anforderungen des Staates und der Rassenlehre
wird besonders an der von Rönck erlassenen Kirchenordnung
deutlich. Diese bedeutete die Aufgabe kirchlicher Werte und
Traditionen und des Bekenntnisses. Im Oktober 1947 wurde Hugo
Rönck mit einer Pfarrstelle in Eutin betraut.
Auch in anderen Landeskirchen kamen nach dem Krieg wieder
Theologen ins Amt, die sich aktiv in den Dienst der nationalsozialistischen
Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik gestellt hatten. Das
Besondere an der Landeskirche Eutin war, daß dies in
vollkommener Kenntnis der Kirchenleitung und der Öffentlichkeit
vollzogen und von diesen überwiegend positiv bewertet
wurde. Kiekbusch begriff sein Handeln zuerst als Akt der christlichen
Nächstenliebe. Vor diesem Hintergrund lehnte er die Stuttgarter
Schulderklärung genauso ab, wie er sich einer ernsthaften
und kritischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus
und auch der Frage der kirchlichen Mitschuld verweigerte.
Und er entsprach mit dieser Haltung der überwiegenden
Mehrheit der ostholsteinischen Bevölkerung.
Der Vortrag von Hansjörg Buss wurde kontrovers diskutiert.
Mehrere Zuhörerinnen, die Kiekbusch als freundlichen
Menschen kennengelernt und in Erinnerung haben, bemängelten,
dass dessen positive Seiten zu kurz gekommen seien. Hansjörg
Busa antwortete darauf, dass es an diesem Abend nicht um eine
Würdigung des Bischofs als Person, sondern um die Frage
der Verwicklung der Kirche in der Nazizeit gegangen sei.
Die Ausstellung ist bis 6. Februar in Eutin zu sehen. Die
letzte Begleitveranstaltung findet am Montag, 27.Januar, um
19.30 Uhr in der Kreisbibliothek Eutin statt. Der Rabbiner
K. Eckstein und der jüdische Professor em. Dr. F. Kath
(beide Hamburg) diskutieren mit Propst em. Sontag (Kiel) und
Pastorin Wolff-Steger (Schleswig) über das Thema Was
verbindet Christen und Juden?
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Liebe Leserin, lieber Leser!
Nordelbische Kirchenzeitung Nr.5 vom 26.01.2003
Mit freundlicher Genehmigung der "Die
Nordelbische"
Wenn Sie dieser Gruß erreicht, dann ist der erste Monat
des neuen Jahres, das jetzt unter dicker Schneedecke noch
so unberührt auf mich wirkt, schon fast wieder vorüber.
Gleichwohl: Es ist noch jung genug, um Ihnen weiterhin einen
behüteten Weg durch die Zeit zu wünschen. Wenn Sie
diese Grußzeilen lesen, dann läuft bereits seit
zwei Wochen die Wanderausstellung Kirche, Christen und
Juden in Nordelbien 1933-1945 nun auch bei uns in St.
Michaelis zu Eutin.
Der Arbeitskreis 27.Januar hat dieses Ereignis und weitere
Veranstaltungen zur Aufarbeitung der örtlichen Geschichte
dieser Zeit sorgfältig und einfühlsam, im Geiste
der Versöhnung vorbereitet. Ich bin dankbar dafür,
fasst die Veranstaltungsreihe doch eindrücklich unsere
im Kirchenkreis bereits 1995 begonnene Besinnung zum Verhältnis
von Christen und Juden und auf die regionale Kirchengeschichte
in dieser Zeit zusammen.
Ich höre überwiegend Zustimmung zu dieser Auseinandersetzung.
Mir war überhaupt nicht bewusst, dass unser Glaube
ja auf der hebräischen Bibel beruht und Jesus Jude war,
so fasste eine Frau aus unserer Synode zusammen, was viele
andere auch empfanden. Natürlich erreichen mich im Vorfeld
der Ausstellung auch kritische Anfragen: Muss nicht
endlich mal Schluss sein, diesen Geschichtsabschnitt so zu
traktieren? Und die Sorge schwingt darin mit, es würden
nur wieder Schuld zugewiesen und Menschen an den Pranger gestellt.
Veranstaltungen auf diesem Niveau fänden nicht meine
Unterstützung.
Alle, die sie verantworten, sind sich in der Zielsetzung
einig: wir brauchen die aufarbeitende Auseinandersetzung mit
der Zeit des Nationalsozialismus. Wir haben zu verstehen,
wie es dazu kommen konnte, dass sich auch so viele Christen
haben irreleiten lassen. Wir wollen daraus für uns lernen,
den jeweiligen Zeitgeist in gesellschaftlichen und politischen
Fragen wach und kritisch, von unserem christlichen Menschenbild
her zu begleiten. Da gibt es immer, gerade auch augenblicklich,
sehr viel für uns zu tun!
Mögen alle Begegnungen im Gespräch um und über
die noch bis zum 6.Februar laufende Ausstellung und die sie
kommentierenden Veranstaltungen in diesem Ziel gesegnet sein!
Das wünscht, verbunden mit einem herzlichen Gruß
Ihr Propst Matthias Wiechmann
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Wanderausstellung In Itzehoe startet am 14. Februar eine
Ausstellung mit Aufführung eines Requiems und einem Vortrag
über Kirchen und Juden in Norddeutschland 1933-1945
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Kirche Christen Juden
Nordelbische Kirchenzeitung Nr.4 vom 19.01.2003
Mit freundlicher Genehmigung der "Die
Nordelbische"
Itzehoe In Itzehoe lädt eine Wanderausstellung
vom 14.Februar bis 9.März 2003 zur Auseinandersetzung
mit der jüngeren Geschichte ein.
Wie haben sich die lutherischen Kirchen in Schleswig Holstein
und Hamburg während der Nazizeit gegenüber Juden
verhalten und gegenüber den eigenen Gemeindegliedern,
die durch die Nürnberger Gesetze seit 1935 als jüdisch
galten?
Anhand von Biographien zeigt die Ausstellung ganz unterschiedliche
Verhaltensweisen und Schicksale von Christen als Täter
und Opfer.
Die Rolle des späteren Bischofs Halfmann
Eine besondere Bedeutung kommt Pastor Wilhelm Halfmann zu,
der in Itzehoe als Sohn des Rektors der Kaiser-Karl-Schule
aufwuchs.
Seine Schrift von 1937 Die Kirche und der Jude
fand große Verbreitung und wurde dann von den Nazis
verboten, weil er sich abgrenzte von einem Antisemitismus
der Art, wie er etwa von dem Blatt Der Stürmer
vertreten wurde.
Das Vertrackte ist: Halfmann begründete den Kampf
gegen das Judentum biblisch-theologisch. Er sagt: Das
Judentum ist nicht allein als Blut und Rasse zu begreifen,
nein, sein innerstes Wesen ist die antichristliche Entscheidung.
Auch wenn er am Ende der 17-seitigen Schrift gerade nicht
zum Hass aufruft, sondern mit einem Gebet für die
Juden schließt, so kolportiert er doch auch die
Vorurteile des politischen Antisemitismus.
Die Predigten an den Sonntagen während der Ausstellung
werden sich auch dieser brennenden Frage stellen: Inwiefern
erzeugen die Schriften des Neuen Testaments ein antijüdisches
Ressentiment: Und es soll heraus gestellt werden, wie sehr
Christen und Juden verbunden sind im Grundakt des Glaubens,
im Beten.
Zum Begleitprogramm gehören ein Konzert, eine Lesung,
Filmabende und Vorträge.
Am Freitag, 14.Februar, um 18.30 Uhr wird die Ausstellung
eröffnet mit einer Einführung in das Thema durch
den Flensburger Historiker Dr. Klauspeter Reumann, der besonders
die Rolle Wilhelm Halfmanns beleuchten wird. Im Anschluss
wird der Historiker Dr. Stephan Linck, der die inhaltliche
Gestaltung der Ausstellung entwickelt hat, eine Einführung
geben. Dieser Auftaktabend in Itzehoe wird beschlossen mit
der Aufführung des Requiem für einen polnischen
Jungen für Knaben-Alt, Mezzo-Sopran, Chor und Orchester
von Dietrich Lohff nach Gedichten von Opfern des Nationalsozialismus.
Ausstellung bietet vielfältige Angebote
Begleitend zur Ausstellung wird zu Filmabenden, Lesungen
und Vorträgen sowie zu Senioren-Nachmittagen unter der
Überschrift Heilung durch Erinnerung eingeladen.
Im Vorlauf zur Ausstellung findet am Gedenktag für die
Opfer den Nationalsozialismus, am 27. Januar, dem Tag der
Befreiung von Auschwitz, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus St.
Laurentii ein Rezitationsabend statt. Ulrich George wird Jitzchak
Katznelsons Gesang vom ausgerotteten jüdischen
Volk auf jiddisch: Dos lid funm oysgehargetn
jiddishn folk vorstellen. Begleiten wird ihn
auf der Klarinette Arkadiusz Koltun.
Wer Interesse hat am genauen Programm der Ausstellung, kann
sich bei Pastor Willfrid Knees (Ev. Luth. Innenstadtgemeinde
Itzehoe, Pastorat Nord, Tel. 04821/61125) melden.
Die Predigtreihe im Rahmen der Ausstellung ist mit folgenden
Predigerinnen und Predigern
Sonntag, 16.Februar: Propst Berend Siemens, Heilung der Erinnerung.
Sonntag, 23.Februar: Pastor Willfrid Knees, Beten verbindet.
Sonntag, 2.März: Propst im Ruhestand Jörgen Sonntag,
Antijudaismus im Neuen Testament? Das Johannesevangelium.
Sonntag, 9.März (Invokavit): Pastorin Hannah Lehming,
Matthäus 4,1-11, Jesus (k)ein jüdischer Messias?
Pastor Willfrid Knees
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Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus als
Hilfe zum Erinnern
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Matrosenanzug und Davidstern
Kieler Express, 18.01.2003
Mit freundlicher Genehmigung der Kieler Nachrichten
Eine Hilfe zum Erinnern soll er sein, der Gedenktag für
die Opfer des Nationalsozialismus am 27.Januar das
war der Tag, an dem das Konzentrationslager Auschwitz befreit
wurde. In Kiel behandelt eine Reihe von Veranstaltungen den
Themenkomplex Nationalsozialismus. Der Auftakt ist bereits
am Sonnabend, 18.Januar: um 17 Uhr zeigt das Kommunale Kino
(Hassstrasse) Der Pianist von Roman Polanski.
Anschließend diskutieren Dr. Detlef Hosenfeld, der Sohn
des deutschen Offiziers im Film, und Dr. Hannes Heer, ehemaliger
Leiter der Ausstellung Verbrechen der Wehrmacht.
Am Freitag, 24.Januar lädt die Verwaltungsfachschule
Altenholz von 9.30 bis 14.30 Uhr zu einem Studientag mit Referenten
ein, Thema: Nationalsozialismus und nationale Minderheiten
Friesen und Dänen im Dritten Reich. Das
jüdische Theater Mechaja aus Rostock kommt am Sonnabend,
26. Januar, zu einem jüdischen Kulturabend ins Eivind-Berggrav-Zentrum
in Altenholz-Stift.
Am Gedenktag selbst Montag, 27.Januar bieten
die Veranstalter vielfältige Möglichkeiten, sich
mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinander zu
setzen und der Opfer zu gedenken. In der St.-Nikolai-Kirche
am Alten Markt beginnt um 12 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst.
Der Anfang der Erlösung heißt Erinnerung
ist das Leitmotiv. Der Gedenkort Arbeitserziehungslager
Nordmark (Rendsburger Landstraße/am Russee) wird
um 15.30 Uhr eingeweiht. Im Kleinen Saal des Kieler Schlosses
geht es ab 18 Uhr um Täter und Opfer, zwei Rollen
im Holocaust. Prof. Uwe Danker aus Schleswig spricht,
dazu treten Matissek Brockhus vom Theater Kiel und das Trio
Total auf. Um 19.30 Uhr präsentiert die Autorin Viola
Roggenkamp aus Hamburg im Haus der Kirche (Eggerstedtstraße
13) ihr Buch Tu mir eine Liebe, meine Mamme jüdische
Frauen und Männer sprechen über ihre Mütter.
Ein ökumenischer Gottesdienst um 20.15 Uhr in der Ansgarkirche
beschließt den Tag. Die Reihe endet mit zwei Buchpräsentationen:
Am Montag, 3. Februar, stellen Gerhard Paul und Bettina Goldberg
ihre Arbeit Matrosenanzug Davidstern. Bilder
jüdischen Lebens aus der Provinz vor. Am 10.Februar
geht es um das Buch Als Jesus arisch wurde, das
Annette Göhres, Stephan Linck und Joachim Liß-Walther
herausgegeben haben. Ab 19 Uhr präsentieren sie es im
Gemeindesaal der Ansgarkirche (Waitzstraße 58).
(ckk)
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Kirche, Christen, Juden Der Harburger Pastor
Lehmann wünschte sich, dass die äußerst verdienstvolle
Ausstellung das Versagen der Kirche theologisch begründet
hätte.
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Die Kirche war fast schon verloren
Nordelbische Kirchenzeitung Nr.4 vom 19.01.2003
Mit freundlicher Genehmigung der "Die
Nordelbische"
Von Klaus-Peter Lehmann
Hamburg - Seit mehr als einem Jahr wandert die Ausstellung
Kirche, Christen, Juden in Nordelbien 1933-45
durch die Kirchenkreise. Sie ist zu loben, weil sie ohne Beschönigung
offen legt, bis in welche Abgründe unsere Kirche sich
dem NS-Staat freudig verbunden fühlte. Sie war in der
mörderischsten Zeit unseres Landes nicht besser als alle
anderen. Sie war kein Licht in der Welt, wozu sie gemäß
ihrer Berufung und ihres Auftrags verpflichtet war. Sie ist
schuldig geworden am Leben der schwächsten und
wehrlosesten Brüder Jesu Christi, den Juden, schrieb
Dietrich Bonhoeffer in einem Entwurf für ein Schuldbekenntnis.
Die Ausstellung ist rein historisch-dokumentarisch
Die Ausstellung ist rein historisch-dokumentarisch gestaltet.
Zweifellos wird man sagen dürfen: Nur wer so nüchtern
von sich sprechen kann, hat seine Schuld eingesehen. Die Ausstellung
ist quasi ein Schuldbekenntnis. Trotzdem empfinde ich nach
einem Monat Führungen und Gesprächsabenden ein gewisses
Manko. Weshalb?
Der Besucher nimmt als Ergebnis mit, dass die Kirche nicht
besser war als die anderen, dass sie wie fast alle im mörderischen
Strom überzeugt mitruderte, statt dagegen zu halten.
Der Besucher wird nicht zu der Frage geführt, warum dieses
Ergebnis für die Kirche als Kirche besonders schlimm
und bedrückend ist. Geht es nicht darum, das Verhalten
der Kirchenvertreter in der NS-Zeit nicht nur faktisch oder
vom Gesichtspunkt humaner Moral her in den Blick zu bekommen,
sondern es unter dem Blickwinkel des kirchlichen Auftrags
für alle Menschen zu betrachten oder unter dem Aspekt
des Wesens der Kirche? Das in der Ausstellung zitierte Marburger
Gutachten zum Arierparagraphen befand auch, dass seine Einführung
in die Kirche dem Wesen der Kirche widerspreche.
Das war auch ein Standpunkt der Bekennenden Kirche. Ihn übernimmt
die Ausstellung nicht. Sie präsentiert, quasi-objektiv,
das weltliche Faktum der willigen Kollaboration mit dem Mördersystem,
nicht das Faktum des Glaubens, das völlige Versagen der
Berufenen, ihren Abfall vom gottgegebenen Auftrag.
Das Resümee Die Kirche war auch nicht besser
könnte eine Haltung bestärken, die die Verstrickung
ins NS-System als unausweichlichen Zwang oder noch allgemeiner
als Ausdruck der unabänderlichen Schlechtigkeit des Menschen
auslegt. Natürlich lassen auch die wenigen Beispiele
helfender Mitmenschlichkeit den Besucher nicht in Hoffnungslosigkeit
zurück. Aber die Bekennende Kirche war trotz ihrer weitgehenden
Blindheit eben auch die kirchliche Sammlung, die von der unhintergehbaren
Verpflichtung des kirchlichen Auftrags wusste. Die Barmer
Theologische Erklärung ist der reale Grund dafür,
dass wir nicht nur auf mutigere Menschen, sondern auch für
unsere Kirche Hoffnung haben dürfen. Nicht wegen gescheiter
Kirchenpolitik, sondern weil sie bis aufs Blut widerstanden
im Kampf wider die Sünde (Hebr.12,4). Es hat doch
eine Schar gegeben, die gewillt war, eine Welt mit ihren
Schätzen, Menschengunst und gute Zeit, Leib und Leben
dranzusetzen in dem großen heiligen Streit (BG
137).
Anerkennung für den Mut, das Versagen darzustellen
Man muss mit Respekt anerkennen, wie sehr sich die Kirche
in dieser Ausstellung der sie beschämenden Wahrheit aussetzt.
Es hätte dieser Ehrlichkeit keinen Abbruch getan, sondern
sie vertieft, wenn sie zu der nackten historischen Wahrheit
die theologische hinzukäme.
Man hätte z.B. im Blick auf die Einführung des
Arierparagraphen durch die Deutschen Christen darstellen können,
daß es hier um das Wesen der Kirche ging, weil seine
Übernahme die Kirche Jesu Christi zerstört. Die
Ausstellung belässt aufgrund ihrer historisch objektiven
Darstellung deren Recht und Verdienst unbestritten
bleibt die Deutschen Christen, für die die Rasse
zum Verkündigungsinhalt wurde, innerhalb der Kirche.
So kann es mit den Augen der Bekennenden Kirche nicht gesehen
werden. Für sie waren die Deutschen Christen nicht mehr
Kirche, sondern es handelte sich um Häretiker, um Eindringlinge
mit einem kaum noch christlichen Schafspelz, deren Ziel es
war, die Kirche Jesu Christi zu zerstören.
Weil die Kirche sich ihrem Auftrag versagt hat, gehörte
ein Schuldbekenntnis in die Ausstellung. Erst mit einem Schuldbekenntnis
wäre ein kirchliches Wort zur Vergangenheit gefunden.
Kirchliche Verantwortung schließt individuelle Humanethik
ein und ist gleichzeitig mehr. Mitmenschlichkeit kann ich
zwar von jedem erwarten, doch keiner hat sich je auf sie verpflichtet.
Im Dienst der Kirche Jesu Christi zu stehen, bedeutet, einen
verbindlichen Auftrag angenommen zu haben, auf dessen Verwirklichung
die Kirche und jeder Christ angesprochen werden kann. Weil
die Kirche ihren Auftrag, der ihr Wesen ausmacht, verschmähte,
ist ihr Versagen größer als das anderer Verantwortungsträger
während der NS-Zeit.
Trotz der Wahrheit, die die Ausstellung dokumentiert, bleibt
es legitim, vom Kirchenkampf, vom Kampf um die eine Kirche
Jesu Christi gegen eine übermächtige heillose Häresie
zu sprechen. Wegen der zehn Gerechten, die fehlten, sind Sodom
und Gomorrha untergegangen. Wegen der zehn Gerechten in den
Reihen der Bekennenden Kirche dürfen wir weiter von der
Kirche Jesu Christi sprechen. Allerdings nur ihretwegen.
Nächste Station der Wanderausstellung: bis 6.Februar
in St. Michaelis in Eutin, 14.Februar bis 9.März St.
Laurentii, Itzehoe.
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Bischöfin Wartenberg-Potter eröffnete in Eutin
Ausstellung zum Verhältnis von Christen und Juden in
Nordelbien
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Die Kirche im Dienst der NSDAP
Lübecker
Nachrichten vom 14.01.03
Mit freundlicher Genehmigung der Lübecker Nachrichten
Von Hildegard Holtschneider
Eutin Seit mehreren Jahren befasst sich die Evangelisch-Lutherische
Kirche Nordelbiens mit dem Verhältnis von Christen und
Juden. Im Rahmen dieser Forschung hat sie die Wanderausstellung
Kirchen, Christen, Juden in Nordelbien 1933-1945
geschaffen, die seit einigen Zeiten durch die Kirchen tourt.
Am Sonntag wurde sie in der Michaeliskirche in Eutin von Pastor
Lutz Tamchina und Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter
eröffnet.
Warum eine solche Ausstellung gerade in Kirchen und warum
erst jetzt 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges?
Dr. Stephan Linck, Historiker beim Nordelbischen Kirchenarchiv:
Die Behauptung, das Volk Israel sei von Gott verworfen,
weil es Jesus als Messias nicht anerkannte, bestimmte fast
2000 Jahre das Verhältnis der Christenheit zum Judentum.
Sie war die wichtigste Voraussetzung für Judenverfolgungen
im Mittelalter bis zur Neuzeit. Und nicht nur das. Unter den
Begründern des modernen Antisemitismus in Deutschland
finden sich viele evangelische Geistliche. Sie berufen sich
auf Luther. Es ist deshalb kein Zufall, daß sie der
Herrschaft der NSDAP Wege ebneten.
Mit Glockengeläut und Dankgottesdiensten
feierten evangelische Geistliche die Herrschaft Hitlers. In
einer Werbeschrift der Landeskirche Schleswig-Holsteins aus
dem Jahr 1939 hieß es: Die Kirche ... hat sich
freudig in den Dienst der Sache gestellt. Fanatische und Ideologiebesessene
wie der Hamburger Landesbischof Franz Tügel
gab es viele. Hier ist die Antwort zu suchen, warum diese
Ausstellung möglicherweise 30 Jahre zu spät geschaffen
worden ist: die Schuld jener, die in einer Kirche nationalsozialistisches
Luthertum predigten, nichtarische Christen aus
der Kirche wiesen ... ist groß. Noch größer
aber der Mut, sich zu dieser Schuld zu bekennen. An einem
authentischen Ort der Vergangenheit lebendig machen und sich
damit bewusst von ihr lösen: Das war und ist Sinn dieser
Wanderausstellung.
Mittelpunkt sind neun Biografien und eine Kirchengemeinde.
Opfer und Täter bekommen ein Gesicht. Niemand war
gezwungen, Juden ihren Arbeitsplatz zu nehmen, ihren Besitz
zu stehlen, sie aus ihren Wohnungen zu vertreiben. Kein Pastor
wurde gezwungen, von der Kanzel gegen Juden zu hetzen. Wenn
einer dies tat, so geschah es aus freien Stücken,
so Martin Dewner, der an diesem Projekt mitarbeitete.
Die Ausstellung ist schlicht, klar, präzise, durchdacht.
Eingangsbereich ist ein riesiges schwarzes Tor, durch das
jeder Besucher geht ein gestalterisches Element mit
großer Symbolkraft. In der Kirche verteilt stehen zehn
Stationen, Schaubilder, Stoffleinwand, auf und
neben denen einzelne Persönlichkeiten vorgestellt werden.
Auf Knopfdruck gibt es Tondokumente.
Auf den Kirchenbänken sind Texttafeln befestigt, die
einen Gesamtüberblick über das Thema geben. Materialien
sind Metalle und die Farben schwarz, weiß, rot
Farben der Nationalsozialisten, des deutschen Kaiserreiches.
Diese gestalterische Aufgabe haben Studentinnen und Studenten
der Muthesius-Hochschule für Gestaltung und Design unter
Professor Bernhard Schwichtenberg gelöst. Konzept, Gestaltung
und Design, sowohl der Exponate als auch der Faltblätter,
sind brillant.
Selten gibt es optisch wie didaktisch eine
so klare Mitnahme in einer Ausstellung. Nichts
ist reißerisch, nichts langweilig. Auch die sprachliche
Gestaltung des sehr schwierigen Themas ist präzise und
klar. Überforderung, Überfrachtung eines weitgehend
ahnungslosen Besuchers sowohl durch zuviel Text als auch durch
zu viele Exponate, werden konsequent vermieden.
Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr,
Sonnabend 10 bis 13 Uhr.
Kontakt:04521/70130 und
www.kirche-christen-juden.org
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Ein Stück Aufarbeitung der Eutiner NS-Zeit
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Ausstellung in der St. Michaeliskirche
Kieler
Nachrichten vom 11.01.2003
Mit freundlicher Genehmigung der Kieler Nachrichten
Die Eutiner Geistlichen Wilhelm Kiekbusch (linkes Bild) und
Hugo Rönck (rechtes Bild) hatten ein besonderes Verhältnis
zum Nationalsozialismus. Pastor Lutz Tamchina hat sich damit
auseinandergesetzt.
Eutin (og) Hugo Rönck (1908-1990) war Pastor in der
Thüringischen Landeskirche, trat 1928 in die NSDAP ein
und hatte es bei Kriegsende bis zum Bischof gebracht. 1947
ließ sich der Geistliche in Eutin nieder, bekam einen
Dienstauftrag und übte ab 1952 sein Amt wieder voll aus
(bis 1976). Zu verdanken hatte Rönck seinen Job dem Bischof
Wilhelm Kiekbusch (1891-1987), selbst ein eher unpolitischer
Mensch, der in der Eutiner Landeskirche Theologen einstellte,
die aufgrund ihrer NS-Belastung anderswo untragbar geworden
waren. Beide Männer sind Gegenstand der Ausstellung "Kirche,
Christen und Juden in Nordelbien 1933 bis 1945", die
morgen um 10 Uhr mit einem Gottesdienst (mit Bischöfin
Bärbel Warttenberg-Potter) in der Eutiner St. Michaeliskirche
eröffnet wird. Mit der Ausstellung, die das Nordelbische
Kirchenarchiv in Kiel zusammengestellt hat, setzt sich die
Kirche kritisch mit ihrer Rolle im Nationalsozialismus auseinander.
Zu sehen sind neun Biographien von Pastoren, einer Lehrerin
und eines Amtsrichters sowie eine Chronik der Hamburger Jerusalem-Gemeinde,
zu Wort kommen Täter und Opfer, gezeigt werden die verschiedenen
Verhaltensmuster dieser Menschen in der NS-Zeit.
Im "Lokalen Fenster Eutin" erinnert sich Pastor
Klaus Wächtler, Mitglied im "Arbeitskreis 27. Januar",
an seine Begegnungen mit Kiekbusch und Rönck. Kiekbusch
habe sich nicht schuldig gemacht, sei ein mitmenschlich und
sozial denkender Mann gewesen, aber naiv, formulierte es der
Eutiner Pastor Lutz Tamchina bei einem Rundgang durch das
Gotteshaus.
Von Rönck sind Zitate überliefert, die keinen Zweifel
an seiner Gesinnung lassen. So schrieb er am 1. April 1943
an den "Führer": "...gelobe ich unbedingten
Einsatz für die Glaubenseinheit aller Deutschen im Geiste
nationalsozialistischer Weltanschauung." Darüber
hinaus habe er als Präsident der Thüringer Kirche
alle Amtsträger angewiesen, den "Deutschen Gruß"
auszuüben. Außerdem soll Rönck es als unvereinbar
erachtet haben, wenn seine Beamten eine Frau ehelichten, die
zuvor mit einem Juden verheiratet war. In Eutin war Rönck
später ein beliebter Pastor, geschätzt vor allem
für seine Jugendarbeit.
Ein Stück Aufarbeitung der Rolle der Eutiner Kirche
in der NS-Zeit, zu sehen bis zum 6. Februar in der St. Michaeliskirche.
Nach dem morgigen Gottesdienst führen die Kieler Historiker
Dr. Annette Göhres und Dr. Stephan Linck ab 11.30 Uhr
in das Thema ein.
Ein Stück Aufarbeitung der Eutiner NS-Zeit vom 11.01.2003"Leserbriefe
für die Zeitung
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Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter aus Lübeck
wird am Sonntag bei der Eröffnung einer Wanderausstellung
in Eutin dabei sein.
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Bischöfin eröffnet Wanderausstellung
Lübecker Nachrichten vom 08.Januar 2003
Kirche zeigt Dokumente der Jahre 1933 bis 1945
MIt freundlicher Genehmigung der Lübecker Nachrichten
VON CHRISTINA DUVELL-VEEN
Eutin Sie predigt am 12. Januar während des um
10 Uhr beginnenden Gottesdienstes in der St. Michaeliskirche
und wird anschließend die Ausstellung der nordelbischen
Kirche Kirche, Christen und Juden in Nordelbien in der
Zeit von 1933 bis 1945 mit eröffnen. Ab 11.30 Uhr
werden Dr. Annette Göhres und Dr. Stephan Linck vom Nordelbischen
Kirchenarchiv in Kiel die Einführung in diese Präsentation
geben.
Die dort gezeigten Quellen, Dokumente und Materialien werden
ergänzt durch ein Lokales Fenster, in dem
regionalgeschichtliche Aspekte eine besondere Rolle spielen.
Es steht unter dem Motto Die Eutiner Landeskirche und
der Nationalsozialismus. Am Sonntag ab 14 Uhr wird dann
der Dokumentarfilm Warum haben 1933 so viele Protestanten
Adolf Hitler gewählt? gezeigt.
Weitere Veranstaltungen des Arbeitskreises 27.Januar
dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
in Verbindung mit dem evangelisch-lutherischen Kirchenkreis
Eutin, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Eutin,
der Kreisbibliothek und der Volkshochschule schließen
sich an. Der dann nächste ist am Mittwoch, 15.Januar.
Ab 19.30 Uhr wird der Historiker Hansjörg Buss aus Kiel
in der St. Michaeliskirche referieren über Die
Ära Kieckbusch 1930 1976: die Landeskirche Eutin
und die deutschen Christen.
Die Aussteller suchen noch Personen, die sich als Kirchenwache
während der Ausstellungszeit zur Verfügung stellen.
Pastor Lutz Tamchina: Dabei handelt es sich nicht um
Auskunftspersonen. Geöffnet ist die Ausstellung
montags bis freitags zwischen 10 und 17 Uhr sowie sonnabends
zwischen 10 und 13 Uhr.
Eine Einführung in die Ausstellung gibt es für
alle Lehrer und Lehrerinnen, für Pastoren und Pastorinnen
sowie für alle Interessierten am Freitag, 10.Januar,
ab 17 Uhr und am Montag, 13.Januar, ab 16 Uhr, jeweils für
eine bis zwei Stunden in der St. Michaeliskirche. Dazu Schulleiter
Matthias Isecke-Vogelsang aus Süsel: Ein Besuch
der Ausstellung für Klassen der Sekundarstufen I und
II, für Konfirmanden und Jugendgruppen ist empfehlenswert,
sollte aber vorbereitet werden.
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Christen im Dritten Reich
Kieler Nachrichten Ostholstein vom 08.01.2003
Mit freundlicher Genehmigung der Kieler Nachrichten
Eutin (og) Am Sonntag, 12.Januar wird in der Eutiner St.
Michaeliskirche die Ausstellung Kirche, Christen, Juden
in Nordelbien 1933 bis 1945 eröffnet. Zur Einführung
bieten der Arbeitskreis 27.Januar und die Kirchengemeinde
zwei Veranstaltungen an, die sich an Lehrer, Pastoren und
alle Interessierten richten. Die Termine sind am Freitag,
10.Januar (17 Uhr) sowie am Montag, 13.Januar (16 Uhr). Ein
Besuch der Ausstellung für Klassen der Sekundarstufen
I und II sowie für Konfirmanden und Jugendgruppen sei
empfehlenswert; sollte aber vorbereitet werden, teilt Pastor
Lutz Tamchina mit. Die Ausstellung ist jederzeit zu besichtigen.
Wer aber eine Führung wünscht, kann sich unter Telefon
04521/70130 vorher im Gemeindebüro anmelden.
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Eutin: Ausstellung zum Gedenken an die Opfer
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Kirche unter den Nazis
Kieler Nachrichten, Ostholsteiner Nachrichten, 03.01.2003
Mit freundlicher Genehmigung der Kieler Nachrichten
Eutin (og) Kirche, Christen und Juden in Nordelbien
in der Zeit von 1933 bis 1945 ist Titel einer Ausstellung
in der Eutiner St. Michaeliskirche zum Gedenken an die Opfer
des Nationalsozialismus. Vorbereitet wurde die Veranstaltungsreihe
von Eutiner Arbeitskreis 27. Januar gemeinsam
mit dem Kirchenkreis und der Kirchengemeinde Eutin sowie der
Kreisbibliothek und der Volkshochschule. Beginn ist am Sonntag,
12. Januar, wenn Bischöfin Bärbel Warttenberg-Potter
die Reihe mit einem Gottesdienst in der St. Michaeliskirche
um 10 Uhr eröffnet.
Zur Einführung sprechen ab 11.30 Uhr Dr. Annette Göhres,
Leiterin des Kieler Nordelbischen Kirchenarchivs und der Kieler
Historiker Dr. Stephan Linck, der das Konzept der Ausstellung
erarbeitet hat. Ab 14 Uhr wird in der Kirche ein Film mit
dem Titel Warum haben1933 so viele Protestanten Hitler
gewählt? gezeigt. Zu sehen ist parallel zur Ausstellung
außerdem ein lokales Fenster Die Eutiner Landeskirche
und der Nationalsozialismus.
Am Mittwoch, 15. Januar, ab 19.30 Uhr spricht der Kieler
Historiker Hansjörg Buss über Die Ära
Kieckbusch 1930 bis 1976: Die Landeskirche Eutin und
die Deutschen Christen. Am Mittwoch, 22. Januar ist
ab 19.30 Uhr der Kieler Propst i. R. Jörgen Sontag zu
Gast. Titel seines Vortrags: Aber das Wort sagten sie
nicht Die mühsamen Schritte der Evangelischen
Kirche in Deutschland zur Anerkennung ihrer Mitschuld an der
Judenverfolgung.
Am Montag, 27. Januar, 19.30 Uhr, schließt sich in
der Kreisbibliothek ein Podiumsgespräch mit Diskussion
an. Thema: Was verbindet Christen und Juden? Zu
Gast sind der Rabbiner Kai Eckstein und der Pädagoge
Professor Dr. Fritz Kath, beide Hamburg, Propst i. R. Jörgen
Sontag sowie Pastorin Anke Wolff-Steger (Schleswig). Der Eutiner
Pastor Lutz Tamchina moderiert. Die Ausstellung ist bis zum
6. Februar zu sehen.
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Ausstellung Kirche, Christen und Juden
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Zündstoff
Nordelbische Kirchenzeitung, 22.12.02, Nr. 52 /53
Mit freundlicher Genehmigung der "Die
Nordelbische"
EUTIN Die Ausstellung Kirche, Christen und Juden
in Nordelbien 1933-45, die im kommenden Jahr vom 12.
Januar bis zum 6. Februar 2003 in der Michaeliskirche in Eutin
gezeigt wird, packt ein immer noch heißes Eisen an,
obwohl seit der Machtergreifung 70 Jahre vergangen
sind. In Briefen, die den Arbeitskreis 27. Januar
erreichen, der die Ausstellung organisiert, wird gefordert,
die Vergangenheit endlich ruhen zu lassen. In einem Pressegespräch
dagegen hieß es, dass die Auseinandersetzung über
das Verhalten der Kirche und ihrer Pastoren im düstersten
Kapitel deutscher Geschichte im Kirchenkreis Eutin noch nicht
wirklich begonnen habe.
Interessanterweise gab es in der damaligen Landeskirche,
anders als in den Gauen, keine Dachorganisation
der Deutschen Christen sie war nicht brauner
als jede andere Gegend. Die negative Berühmtheit
resultiert aus den Entwicklungen nach 1948, als einige wenige
Pastoren der führungstreuen Kirche dort Dienst
tun durften. Eine Menge an Diskussions-, aber auch Zündstoff
für die Ausstellung, die am 12. Januar nach einem Gottesdienst
durch Bischöfin Wartenberg-Potter eröffnet wird.
wmg
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- Archiv - | Postfach 3449 | 24033 Kiel
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